Seit Jahrtausenden steht Gold für Wert, Beständigkeit und besondere Momente. Für Trauringe und Eheringe verbindet das Edelmetall eine einzigartige Ausstrahlung mit vielfältigen Legierungen, Farben und Gestaltungsmöglichkeiten.
Gold ist ein natürlich vorkommendes Edelmetall mit dem chemischen Symbol Au. Seine warme Farbe, seine gute Verformbarkeit und seine hohe Beständigkeit machten es schon früh zu einem begehrten Material für Schmuck, Münzen und besondere Wertgegenstände.
Seit vielen Jahrhunderten begleitet Gold Menschen bei besonderen Anlässen. Gerade bei Trauringen verbindet sich der materielle Wert des Edelmetalls mit einer persönlichen Bedeutung: Ein Ring soll nicht nur schön aussehen, sondern ein Paar über viele Jahre begleiten.
Für einen Ring ist jedoch nicht allein der reine Goldanteil entscheidend. Erst durch die gezielte Verbindung mit anderen Metallen entsteht eine Goldlegierung, deren Farbe, Festigkeit, Verarbeitung und Eigenschaften auf den späteren Einsatz abgestimmt werden können.
Genau deshalb können zwei Goldringe trotz gleichem Feingehalt unterschiedlich aussehen oder sich unterschiedlich verhalten. Die genaue Zusammensetzung der Legierung und die Verarbeitung des Materials spielen eine wichtige Rolle.
Die Zahl gibt an, wie viele Teile von 1.000 aus Feingold bestehen. Der restliche Anteil besteht aus weiteren Metallen der jeweiligen Goldlegierung. Dadurch lassen sich Eigenschaften und Farbton des Materials beeinflussen.
333er Gold enthält 333 Teile Feingold je 1.000 Teile Legierung. Der übrige Anteil besteht aus anderen Legierungsmetallen.
585er Gold entspricht 14 Karat und gehört zu den sehr verbreiteten Legierungen für Trauringe und Schmuck.
750er Gold entspricht 18 Karat. Drei Viertel der Legierung bestehen aus Feingold.
Nahezu reines Feingold ist sehr gut verformbar. Für einen Ring, der täglich getragen wird, werden deshalb üblicherweise Goldlegierungen eingesetzt.
Durch weitere Metalle lassen sich Eigenschaften wie Farbe, Festigkeit und Bearbeitbarkeit gezielt verändern. Welche Eigenschaften eine Goldlegierung tatsächlich besitzt, hängt dabei nicht nur vom Feingoldanteil ab, sondern auch von der gesamten Rezeptur und ihrer Verarbeitung.
Deshalb ist die pauschale Aussage „585er Gold ist immer härter als 750er Gold“ zu einfach. Unterschiedliche Legierungsrezepturen können unterschiedliche technische Eigenschaften besitzen.
Er bestimmt, welcher Anteil der Legierung aus reinem Gold besteht.
Zusätzliche Metalle beeinflussen, ob eine Legierung gelb, weiß, rosé oder rötlich erscheint.
Die gesamte Zusammensetzung beeinflusst die mechanischen Eigenschaften des späteren Rings.
Auch Umformung, Verdichtung und Bearbeitung beeinflussen das fertige Schmuckstück.
Reines Gold besitzt seinen charakteristischen warmen Gelbton. Die verschiedenen Goldfarben eines Rings entstehen durch die Zusammensetzung der jeweiligen Legierung.
Gelbgold bewahrt die klassische warme Goldwirkung. Je nach Feingehalt und Legierungsrezeptur kann der Farbton heller oder intensiver erscheinen.
Weißgold ist echtes Gold, dessen natürlicher gelber Farbton durch die Zusammensetzung der Legierung deutlich aufgehellt beziehungsweise entfärbt wird.
Dafür können beispielsweise Palladium oder Silber als Legierungsbestandteile eingesetzt werden. Je nach Rezeptur entsteht dadurch ein heller, weißlich-grauer Farbton.
Historisch wurden insbesondere bei älteren Weißgoldlegierungen auch nickelhaltige Legierungen verwendet. Bei Ringwunder verwenden wir in unseren Legierungen kein Nickel.
Der tatsächliche Farbton einer Weißgoldlegierung hängt immer von ihrer genauen Zusammensetzung ab. Deshalb kann Weißgold je nach Legierung unterschiedlich hell oder grau erscheinen.
Durch einen entsprechend höheren Anteil kupferhaltiger Legierungsbestandteile entstehen warme Rosé- bis kräftigere Rotgoldtöne.
Die richtige Goldlegierung hängt nicht nur vom Preis ab. Auch gewünschte Farbe, Ringbreite, Profil, Steinbesatz, Tragegewohnheiten und persönliche Vorstellungen spielen eine Rolle.
Ein höherer Feingoldanteil bedeutet einen höheren Anteil an reinem Gold. Das allein entscheidet jedoch nicht, welche Legierung für einen bestimmten Ring technisch oder optisch die beste ist.
Gelbgold wirkt klassisch und warm, Weißgold zurückhaltend und modern, Rosé- oder Rotgold weich und individuell.
Trauringe werden häufig jeden Tag getragen. Oberfläche, Ringform, Legierung und Beanspruchung sollten deshalb als Gesamtheit betrachtet werden.
Gold lässt sich hervorragend mit Diamanten und Brillanten kombinieren. Die Goldfarbe verändert dabei auch die optische Wirkung des Steinbesatzes.
Auch hochwertige Goldringe erhalten beim täglichen Tragen Kratzer und Gebrauchsspuren. Das ist zunächst kein Qualitätsmangel, sondern eine normale Folge des Kontakts mit härteren Oberflächen.
Viele Oberflächen können fachgerecht aufgearbeitet und je nach Ausführung wieder mattiert oder poliert werden.
Gold lässt sich einschmelzen, aufbereiten und erneut als Rohstoff verwenden. Das Edelmetall selbst verliert durch fachgerechtes Recycling nicht automatisch seine grundsätzlichen Materialeigenschaften.
Dadurch ist Gold auch aus Sicht der Kreislaufführung ein außergewöhnlich wertvoller Rohstoff.
Wissenswertes zu 333er, 585er und 750er Gold, Karat, Gelbgold, Weißgold, Roségold, Trauringen, Eheringen, Pflege und Wert.
Ob Gelbgold, Weißgold oder Roségold, 585er oder 750er Gold: Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Material, Legierung, Verarbeitung und Gestaltung. So entsteht aus einem wertvollen Edelmetall ein Ring, der Sie jeden Tag begleiten kann.